Einheitlich.
Ausgerichtet.

Die sieben Bestandteile des Verbundkonzepts

Die Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen versteht sich als Verbund wirtschaftlich und rechtlich selbständiger Partnerunternehmen, die eng zusammenarbeiten und füreinander einstehen. Um die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Unternehmen zu systematisieren bzw. zu intensivieren, wurde ein Verbundkonzept ausgearbeitet, das sieben Bestandteile enthält.

Das Verbundkonzept ist zu einem Markenzeichen der Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen geworden. Es hat die Zusammenarbeit zwischen den Sparkassen und der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) noch systematischer und intensiver gemacht.

Gradmesser für wirtschaftlichen Erfolg

Für die Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen war 2019 erneut ein erfolgreiches Geschäftsjahr. Laut Verbundabschluss 2019, der wie in den Vorjahren nach den Rechnungslegungsvorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt wurde, ist das Ergebnis vor Steuern auf knapp 1,5 Mrd. € gestiegen, wofür insbesondere Bewertungseffekte nach IFRS verantwortlich sind. Während der Zinsüberschuss nahezu stabil geblieben ist, hat sich der Provisionsüberschuss deutlich verbessert. Der Verwaltungsaufwand ist hingegen leicht gesunken.

In den Verbundabschluss der Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen für das Jahr 2019 sind im Wesentlichen alle Sparkassen in Hessen und Thüringen sowie der Konzern der Landesbank Hessen-Thüringen (einschließlich der LBS Landesbausparkasse Hessen-Thüringen) einbezogen. Der Konzern der SV SparkassenVersicherung Holding AG ist At-Equity in die Verbundrechenschaftslegung eingegangen.

Mit der Verbundrechenschaftslegung, die ein wesentlicher Bestandteil des Verbundkonzepts ist, präsentiert sich die Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen als wirtschaftliche Einheit. Das heißt: Auf der einen Seite sind die Mitgliedsunternehmen rechtlich und wirtschaftlich selbständig, auf der anderen Seite bilden sie einen Verbund mit einer gemeinsamen Markt-, Geschäfts- und Risikostrategie sowie einem gemeinsamen Risikomanagementsystem samt zusätzlichem Reservefonds.

Der Verbundabschluss ist der entscheidende Gradmesser für den wirtschaftlichen Erfolg der Gruppe. Die Verbundrechenschaftslegung ist damit zugleich eine grundlegende Voraussetzung für ein Verbundrating.

Der Verbundabschluss 2019 zeigt: Mit rund 23.800 Mitarbeitern, einer Bilanzsumme von 309,0 Mrd. € und einem Ergebnis vor Steuern von rund 1.471 Mio. € hat die Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen auch unter schwierigen Rahmenbedingungen einmal mehr ihre Leistungskraft und Stabilität unter Beweis gestellt.

Verbundzahlen auf einen Blick:

Erfolgszahlen

2019

20181

Veränderung

 

Mio. €

Mio. €

in %

Zinsüberschuss nach Risikovorsorge

2.541

2.750

-7,6

Provisionsüberschuss

1.114

1.029

8,3

Sonstiges operatives Ergebnis

912

2881

216,7

Verwaltungsaufwand

3.096

3.1091

-0,4

Ergebnis vor Steuern

1.471

958

53,5

Ergebnis nach Steuern

1.148

652

76,1

Gesamtergebnis nach Steuern

1.084

518

109,3

       

Bilanz

31.12.2019

31.12.2018

Veränderung

 

Mrd. €

Mrd. €

in %

Bilanzsumme

309,0

258,8

19,4

Kredite und Forderungen an Kunden

182,8

161,4

13,3

Kredite und Einlagen von Kunden

146,8

130,6

12,4

       

Kennzahlen

31.12.2019

31.12.2018

Veränderung

 

in %

in %

in %-Punkten

Cost-Income-Ratio

66,6

77,4

-10,8

Eigenkapitalrendite

6,5

4,4

2,1

1Vorjahreszahlen angepasst

 

Einzeln stark - im Team A und A+

Die Sparkassen-Finanzgruppe Hessen-Thüringen ist die weltweit erste Verbundorganisation von rechtlich und wirtschaftlich selbständigen Unternehmen, die von zwei Ratingagenturen ein Verbundrating erhalten hat. Durch das Rating werden die 49 Sparkassen und die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) als wirtschaftliche Einheit bewertet. Davon profitieren Sparkassen und Landesbank gleichermaßen. Beide Ratingagenturen honorieren das erfolgreiche Geschäftsmodell - auch während der Krisen in den vergangenen Jahren - mit seit mehr als einem Jahrzehnt konstanten Ratingeinstufungen. 

Mit der stabilen Entwicklung des Verbundratings bestätigen beide Ratingagenturen sowohl die Tragfähigkeit als auch die Umsetzungserfolge des Verbundkonzepts.

Als Stärke des Sparkassenverbundes in Hessen-Thüringen hebt z. B. Standard & Poor’s in der Begründung des Ratings die starke Kapitalisierung der Sparkassen, relativ stabile Ertragsquellen, die stabile Basis im Einlagengeschäft mit Privatkunden sowie den starken Gruppenzusammenhalt hervor.