Ich bin eine Leseratte

Sparkassen-Kulturstiftung unterstützt das Freizeit-Leseprojekt für Schüler der 3. bis 6. Klasse

Seit 2008 führt die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen gemeinsam mit der Hessischen Leseförderung und den Landesfachstellen für Bibliotheken in Thüringen und Hessen das Freizeit-Leseprojekt „Ich bin eine Leseratte“ für Schüler der 3. bis 6. Klasse durch.

Die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen verbindet mit der Durchführung dieses Projektes gleich zwei ihrer Förderschwerpunkte miteinander: Die Stärkung von Bibliotheken und die Vermittlung kultureller Werte an Kinder. Das Projekt soll Kinder nicht nur zum Lesen von spannenden Büchern animieren, sondern auch dazu, den eigenen „literarischen Kritikerverstand“ zu entwickeln und sich auch kreativ-künstlerisch mit dem Lesestoff auseinanderzusetzen.


Wie wird man eine Leseratte?

Lesen macht nur dann richtig Spaß, wenn dahinter kein schulischer Druck steht: Damit möglichst viele Kinder an dem Projekt teilnehmen und sich als richtige „Leseratten“ erweisen können, gibt es von jedem Buchtitel in den Bibliotheken ausreichend Exemplare. Alle interessierten jungen Leserinnen und Leser sind aufgerufen, in die teilnehmende Bücherei zu kommen, sich zunächst eins der Bücher auszusuchen und ein Mitmachheft mit Fragebögen zu sichern. Nicht alle sechs Bücher müssen gelesen werden, aber eine richtige „Leseratte“ sollte schon drei bis vier schaffen. Zeit ist schließlich mindestens bis zu den Herbstferien. 

Im Anschluss an das Projekt – also nach den Herbstferien – ist die junge Leserschaft aufgefordert, den Lesestoff in einem Heft zu bewerten und in Form von Zeichnungen auf Papier zu bringen. Für besonders eifrige „Leseratten“ lobt die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen Preise aus: zu gewinnen gibt es Buchgutscheine, mit denen individuelle Buchwünsche in der nächsten Buchhandlung erfüllt werden können. Zum Abschluss des Projektes werden alle Schülerinnen und Schüler, die sich am Leseprojekt beteiligt haben, in ihre Bücherei zu einem Lesefest eingeladen.

„Ich bin eine Leseratte 2020“

2020 nehmen 31 Büchereien in Hessen und Thüringen an dem Projekt teil. Darunter ist die Bibliothek Gerstungen von der das Photo unten im Beitrag stammt.

Alle Bibliotheken stellen sich unter den corona-bedingten Einschränkungen besonderen Herausforderungen. Dass es kaum etwas Schöneres gegen Langeweile gibt als ein gutes Buch, ist lange bekannt. Das Freizeit-Leseprojekt setzt auf den Spass beim Lesen, und zwar ohne schulischen Druck.

 

Folgende Bibliotheken nehmen teil:

In Thüringen:
•    Gemeinde- und Kurbibliothek Bad Klosterlausnitz
•    Stadtbibliothek Gebesee
•    Stadt- und Regionalbibliothek Gera
•    Bibliothek Gerstungen
•    Stadt- und Kreisbibliothek Hildburghausen
•    Stadtbibliothek Kölleda
•    Stadtbibliothek Leinefelde-Worbis
•    Stadtbibliothek Mühlhausen
•    Stadtbibliothek Neuhaus
•    Stadtbibliothek Nordhausen
•    Stadtbibliothek Rudolstadt
•    Stadtbibliothek Schleiz
•    Stadt- und Kreisbibliothek Schmölln
•    Stadtbibliothek Sondershausen
•    Stadt- und Kurbibliothek Tambach-Dietharz
•    Stadt- und Kreisbibliothek Zella-Mehlis

In Hessen:
•    KÖB St. Sophia Erbach
•    Stadtbücherei Grünberg
•    Bücherei Niederkaufungen
•    Gemeindebücherei Groß-Zimmern
•    Gemeindebücherei Rodenbach
•    Öffentliche Bücherei Buseck
•    Stadtbücherei Gelnhausen
•    KÖB St. Martin Oestrich
•    Bücherei Klein-Gerau
•    Stadtbücherei Bad Nauheim
•    Stadtbibliothek Wetzlar
•    Medienzentrum Hersfeld-Rotenburg
•    Stadtbücherei Büdingen
•    Gemeindebücherei Neuhof
•    KÖB Runkel


„Ich bin eine Leseratte 2020“ - Buchauswahl

Für den diesjährigen Projektlauf von "Ich bin eine Leseratte" wurden folgende zielgruppengerechte Bücher ausgewählt: 

Die beste Bahn meines Lebens
Anne Becker

 

Jan ist ein stinknormaler Typ, der super schwimmt und gut durchs Leben kommt. Doch in seiner neuen Klasse taucht ein altes Problem auf: Er hat Schwierigkeiten mit dem Lesen. Flo wohnt im Haus nebenan, kleidet sich wie ein Hippie und hält Hühner. Ereignisse und Begegnungen, die sie bewegen, hält sie in Infografiken fest. Auch Jan kommt darin vor. Doch bis sie gute Freunde werden, muss Jan der Klasse die Sache mit dem Lesen verraten, den fiesen Linus von Flo weghalten und ganz nebenbei: schwimmen, denn sein Trainer hält ihn für ein Riesentalent.


(© Beltz Verlag)

Amy und die geheime Bibliothek
Alan Gratz

 

Was tun, wenn „Harry Potter“ und „Alice im Wunderland“ verboten werden? Ein Buch über die Macht und die Bedeutung von Büchern
Amy liebt Bücher und das Lesen. Doch dann wird ihr Lieblingsbuch aus der Schulbibliothek verbannt – angeblich ist es ungeeignet für Grundschüler, respektlos und unmoralisch. Die sonst so zurückhaltende Amy ist empört: Es ist ein ganz tolles Buch! Und jeder sollte es ausleihen und lesen können! Als immer mehr Bücher aus den Regalen verschwinden, eröffnet Amy kurzerhand die G.S.B., die Geheime Schließfach-Bibliothek. Hier können ihre Mitschüler alle verbannten Bücher heimlich ausleihen. Schon bald boomt Amys Bibliothek, und gemeinsam schmieden die Kinder einen Plan, um sich gegen die Bücherverbannung zur Wehr zu setzen. Denn niemand soll ihnen vorschreiben, welche Bücher sie lesen dürfen!


(© Carl Hanser Verlag)

Die Lichter von Paris - Émile auf der Weltausstellung
Thilo Krapp

 

Ein Besuch der spektakulären Weltausstellung in Paris - Émile kann es kaum erwarten! Er will unbedingt all die prächtigen Gebäude sehen, auf dem rollenden Bürgersteig fahren und die bunt beleuchteten Attraktionen bewundern. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse: Wo ist seine Mutter, die er im Gedränge verliert? Warum gehen plötzlich die Lichter aus? Und wie findet er ganz allein zu seinem Vater, der im Elektrizitätspalast das riesige Gelände mit Strom versorgt? Eine abenteuerliche Odyssee beginnt, auf der Émile ganz erstaunliche Menschen kennenlernt …
Temporeich erzählt und atmosphärisch illustriert, lässt dieses Buch die berühmte Weltausstellung wiederauferstehen. Ein spannender Ausflug in die Vergangenheit!


(© Gerstenberg Verlag)

Limonade im Kirschbaum
Gerda Raidt

 

Otto ist ein richtiger kleiner Stubenhocker, am liebsten verkriecht er sich in sein Zimmer und hört Hörbücher. Daran kann auch das Wochenendhaus auf dem Land mit Slackline und Trampolin nichts ändern! Ein letzter Versuch seiner Eltern, Otto nach draußen zu bringen, ist ein Baumhaus zum Selberbauen. Doch was dann passiert, hätte sich selbst Otto nie und nimmer ausdenken können ... Der Bau des Baumhauses setzt eine Kette von Ereignissen in Gang, an deren Ende nicht nur die Dorfbewohner und Ottos Eltern jede Menge Vorurteile sausen lassen, sondern Otto endlich blutige Knie und einen echten Freund hat.
Eine leichtfüßig und warm erzählte Sommergeschichte, für alle kleinen und großen Stubenhocker und Naturkinder sowieso.


(© Gerstenberg Verlag)

Sonne, Moon und Sterne
Lara Schützsack

 

Warum die elfjährige Gustav ›Gustav‹ genannt wird, weiß niemand so genau, es ist für diese Geschichte aber auch nicht so wichtig. Der Sommer steht vor der Tür, und Gustavs Eltern haben den Familienurlaub in Dänemark abgesagt. Sie haben nämlich Midlife-Crisis (das ist Pubertät für Eltern) und brauchen Abstand. Zu allem Überfluss bekommt Gustav Busen, und wie bitteschön soll man mit zwei Erbsen auf der Brust ins Freibad gehen, als wäre alles wie immer? Gustav spürt, dass dieser Sommer das Ende von vielem Vertrauten ist – und der Anfang von allem!

Zart, poetisch und liebevoll schreibt Lara Schützsack von den winzigen Verschiebungen, die das Erwachsenwerden mit sich bringen, und die manchmal, vollkommen unbemerkt, ein kleines Erdbeben auslösen können.

(© S. Fischer Verlag)

Wie der Wahnsinn mir die Welt erklärte
Dita Zipfel

Lucie glaubt an einen Jackpot, als sie auf einen Aushang stößt, auf dem ein völlig überbezahlter Gassigeh-Job angeboten wird. Wie sich herausstellt, ist der Hund allerdings lange tot und der Zettel das Täuschungsmanöver eines wahrscheinlich verrückten Alten, der einen Ghostwriter für sein schräges Kochbuch sucht. Natürlich glaubt Lucie kein Wort, als er von den streng geheimen Zutaten wie Drachenherzen (die große Ähnlichkeit mit Tomaten haben) oder Werwolfspucke (die verdächtig nach Honig aussieht) faselt. Trotzdem kocht sie das eine oder andere Rezept nach, den Liebestrank zum Beispiel. Nicht, dass sie wirklich auf Marvin steht – das tun ja sonst schon alle –, aber man kann's ja mal ausprobieren.


(© Hanser Literaturverlage)

Bildnachweis:
© iStockphoto, vm (Junge im Schneidersitz beim Lesen)
© iStockphoto, Lisa5201 (Lesendes Mädchen vor Bücherregal)
© Hessische Leseförderung (Logo Leseratte)
© Hessische Leseförderung (Bibliothek Gerstungen)
© Hessische Leseförderung (Bibliothek Niederkaufungen)

 

 

 

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